Lexikon

Hebelzertifikate

Hebelzertifikate gehören, genau wie CFDs und Optionsscheine, zur Gruppe der Derivate. Hebelzertifikate ermöglichen es Anlegern, mit geringem Einsatz große Erfolge zu verbuchen. Denn ganz gleich, ob auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsentwicklungen oder Währungen spekuliert werden soll – mit Hebelzertifikaten geht das alles.

Mit Hebelzertifikaten long oder short gehen und gewinnen oder verlieren.


Je nachdem, ob Sie long oder short gehen, setzen Sie darauf, dass der Kurs des Basiswertes steigt oder sinkt. Gehen Sie also long und der Kurs steigt, gewinnen Sie ebenso, wie wenn Sie short gehen und der Kurs fällt. Allerdings tragen Sie aber auch immer das entsprechende Verlustrisiko. Beide Zertifikatevarianten, Long und Short, sind von der Grundgestaltung identisch. Bei beiden wird ein Basiswert gewählt, welchen man abbilden möchte. Zum Grundverständnis sind drei weitere Bestandteile nötig. Der Finanzierungslevel, die Ratio und der Hebel. Der Finanzierungslevel beschreibt den Anteil des Gesamtinvestments, den der Anleger nicht finanzieren muss. Für diesen Betrag kommt der Emittent auf. Allerdings werden dem Anleger dafür pro Tag Zinsen belastet, also der Kurs des Produktes um einen gewissen Prozentsatz geschmälert. Mit der Ratio wird der Stückpreis des Zertifikates reduziert. Sie beschreibt den Satz, welchen man vom Underlying zur Preisermittlung heranzieht. Der Hebel beschreibt den Faktor, um den der Gewinn oder Verlust des Hebelzertifikates höher liegt als der des Basiswertes. Dieser Sachverhalt wird durch den geringeren Kapitaleinsatz am Gesamtinvestment hervorgerufen. Ein Vorteil von Hebelzertifikaten gegenüber Optionsscheinen ist, dass sie so beschaffen sind, dass komplizierte Volatilitäts-Berechnungen oder Volatilitätseinflüsse keine Rolle spielen. Daher sind Hebelzertifikate transparenter als Optionsscheine und besonders auch für Privatanleger von Interesse.

Hebelzertifikate und CFDs – wir haben die Infos, die Sie brauchen!


Dennoch tragen Sie auch bei Hebelzertifikaten ein hohes Risiko und sind daher eher für erfahrene Anleger geeignet. Hebelzertifikate sind stets Knock-Out-Produkte und haben somit eine Stop-Loss-Marke. Sie können also mit Hebelzertifikaten nicht mehr Geld verlieren, als Sie einsetzen und sind somit nie zum Nachschuss von Kapital verpflichtet. Für Anleger, die das Risiko nicht scheuen, und gerne mit geringem Kapitaleinsatz große Gewinne erzielen möchten, könnten Differenzkontrakte, so genannte CFDs, eine weitere, interessante Alternative sein. Alle wichtigen Informationen rund um die Differenzgeschäfte, finden Sie auf unserer Seite. Bei Fragen können Sie uns auch gerne eine Email schreiben oder uns anrufen – wir helfen Ihnen gerne weiter!